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Die Parkbank im Modenapark
Eine andere Welt

Die Urlaubs- und Ferienzeit ist für viele Leute die passende Zeit, wieder öfter zu einem Buch zu greifen. Ich sehe es hier im Modenapark, setzen sich doch viel mehr Menschen mit einem Krimi oder Liebesroman zu mir. Sie genießen die frische Luft und den Sonnenschein, während sie voll und ganz in der Geschichte versinken.

© Christin Hume

Und die Bücherwürmer unter euch können sich freuen: Denn Studien belegen, dass Menschen, die viel und regelmäßig lesen, länger leben, als Nicht-Leser. Kein Wunder, denn lesen entspannt und lindert Stress. Das Hirn wird jung und fit gehalten, das Gedächtnis gestärkt. Aufmerksamkeit und Konzentration werden geschult. Selbst, wenn man nicht wöchentlich mindestens ein Sachbuch liest, wachsen der Wortschatz und die analytischen Fähigkeiten. Außerdem hätten diejenigen, die gerne lesen, bessere zwischenmenschliche Fähigkeiten. Da zahlt es sich doch richtig aus, das nächste Buch oder einen e-Book-Reader in die Hand zu nehmen. Ich bin ja eher der altmodische Typ, der die Bücher dann auch gerne im Regal stehen hat. Die Auswahl ist auf jeden Fall grenzenlos, es findet sicher jeder etwas Passendes.

Ist das Wetter nicht so schön, um im Freien zu lesen, bietet sich natürlich eine gemütliche Ecke im eigenen Heim an. In einem weichen Sessel oder auf dem Sofa, vielleicht mit einer Tasse Café. Da habe ich letztens ein Rendering gesehen von den Architekten, die das JP Projekt „Am Modenapark“ entworfen haben, als sie bei mir auf der Parkbank ein Interview gegeben haben. Schöne hohe Fenster und helle, offene Räume, eine Bücherwand, gemütliche Atmosphäre – so stell ich mir den perfekten Platz vor, um in eine andere Welt abzutauchen (ich meine natürlich abgesehen vom schönen Modenapark). Probiert es doch mal aus – Entspannung garantiert. ☺

© Ben White
Alles, was zählt…

Bei mir im Modenapark sehe ich tagtäglich jede Menge Leute. Sie kommen und gehen in den unterschiedlichsten Konstellationen: alleine, zu zweit oder in der Gruppe. Mütter oder Väter mit ihren Kindern. Mit Hund und ohne. Ältere Ehepaar und frisch Verliebte. Sie alle zeigen mir etwas, worauf es im Leben ankommt: Familie.

Familien gibt es heute in den verschiedensten Formen. Da gibt es die traditionelle Familie, ganz klassisch mit Vater, Mutter und Kind. Es gibt alleinerziehende Männer und Frauen. Kinder mit zwei Mamas oder Papas. Paare ohne Kinder. Familien mit Haustieren und welche ohne. Und immer öfter gibt es auch Patchwork-Familien, wild zusammengewürfelt. Und jede dieser ganz unterschiedlichen Formen von Familie hat seine eigenen Bedürfnisse, was ihr zu Hause betrifft.

© Alex Blajan

Da ist es nicht immer ganz einfach, für jeden das Richtige zu finden. Beim neuen Wohnprojekt von JP Immobilien „Am Modenapark“ ist aber garantiert das passende Eigenheim dabei. Die Wohnungen haben eine Größe von rund 42 bis 235 Quadratmeter und zwischen ein und fünf Zimmer. Durchdachte Grundrisse und eine helle und moderne Bauweise lassen einem schnell eine heimelige Atmosphäre genießen. Alle Wohnungen haben Freiflächen in Form von Terrasse oder Balkon, aber das wisst ihr ja bereits. Außerdem gibt es barrierefreie Zugänge zu allen Bädern. In den Wohnhäusern gibt es ebenso Garagen, Fahrradabstellplätze und Kellerabteile für mehr Stauraum.

Und auch bei mir im Modenapark oder dem nahegelegenen Arenbergpark ist für jeden etwas dabei: Die Kinder haben Platz zum Spielen, die Älteren können es sich bei mir oder einer der anderen Parkbänke gemütlich machen. Für Tierliebhaber gibt es eine Hundezone und Fitnessbegeisterte können sich am Sportplatz so richtig auspowern. Im Umkreis befinden sich außerdem einige Schulen, dann fällt der Nach-Hause-Weg nach dem anstrengenden Vormittagsprogramm auch nicht zu weit aus.

Wie ihr seht ist es ganz egal, ob alt oder jung, allein zu zweit oder als größeres Familiengespann, jeder findet hier seinen Platz. Und dass man sich zu Hause wohl fühlt, ist schließlich alles, was zählt.

© Guillermo Sanchez
Abkühlung

Gerade an so heißen Sommertagen, wie wir sie diese Woche erleben, würde man viel für eine frische Brise im Gesicht tun, um ein bisschen abkühlen zu können. Besonders die Großstädte heizen sich immer mehr auf und werden zu sogenannten „Urban Heat Islands“. Grünflächen (wie z.B. Parkanlagen, landwirtschaftliche Flächen, offene Wasserflächen oder begrünte Gebäude) im städtischen Gebiet verringern ein lokales Aufheizen deutlich, tragen so zu einem angenehmeren Klima bei und helfen zusätzlich Schadstoffe aus der Luft zu reduzieren.

Da befinde ich mich also in einer 1A-Lage: Wusstet ihr, dass es im dritten Bezirk etwa 79 Hektar Parkanlagen gibt und sogar vier Hektar Wälder und rund 13,5 Hektar Wiesen? Insgesamt kann mein Lieblingsbezirk an die 111 Hektar Grünflächen aufweisen. Das entspricht ca. einem Siebtel der Gesamtfläche von Wien-Landstraße – nicht schlecht, oder? ☺

Zu den Grünflächen zählen Teile des Stadtparks und des Schweizergartens, die Gärten des Schloss Belvedere, der Arenbergpark und natürlich mein geliebter Modenapark. Sogar Wasserflächen kann der Bezirk bieten, denn im Stadtpark gibt es einen kleinen angelegten Teich und auch der Wienfluss und ein Abschnitt des Donaukanals fließen durch bzw. entlang der Grenzen des 3. Bezirks.

© immocontent.at

So bringt die Nähe zum Modenapark den (potenziellen neuen) Nachbarn also direkt ein bisschen Abkühlung und frische Luft an den heißen Sommertagen bzw. -nächten. Noch eine kleine Info am Rande: Laut Studien können kleinere Parks über die Stadt verteilt die Umgebung besser abkühlen als wenige große – ich lebe also in einem Vorzeigemodell. ☺

Aber auch zu Hause kann man selbst positiv auf das (Raum-) Klima einwirken. Ich habe euch schon erzählt, worauf ihr beim Bepflanzen eures Balkons achten solltet. Zusätzlich zu den bereits beschrieben Vorteilen können Sträucher oder Blumenstöcke ab einer gewissen Größe durchaus Schattenspender sein. Ein Sonnensegel schützt zusätzlich vor zu viel Sonneneinstrahlung. Das richtige Lüften spielt ebenfalls eine Rolle. Man sollte nur nachts und in den frühen Morgenstunden die Fenster öffnen, um keine zusätzlich Wärme in die Wohnung zu lassen.

Bei einigen Passanten konnte ich diese Woche schon vernehmen, dass sie es mir nachgemacht und aufgrund der Hitze in den eigenen vier Wänden unter freiem Himmel geschlafen haben – da bietet es sich mit bequemen Möbel natürlich auf einem schön gestalteten Balkon, wie sie derzeit bei den Wohnungen am Modenapark realisiert werden, an. Dann erfährt man zumindest ein bisschen Abkühlung und wird reichlich mit frischer Luft versorgt. Die Balkontür kann man über Nacht offen stehen lassen und am Morgen nicht nur über eine tolle Aussicht (rund um den Modenapark) genießen, sondern sich auch über eine gut gekühlte und gelüftete Wohnung freuen – kleines Großstadt-Abenteuer inklusive.

Ach ja, und Leute: Vergesst nicht darauf ausreichend zu trinken!

Es grünt so bunt

Ach, ich sag’s euch: Ich liebe den Duft und die Farbenvielfalt der Blumen und Pflanzen hier im Modenapark. Vor allem die Rosen hier finde ich besonders toll. Aber auch die Hyazinthen stehen bei mir weit oben im Kurs. Unter den Bäumen ist mein Favorit die Eiche: Sie spendet im Sommer reichlich Schatten und das Rauschen der Blätter finde ich sehr beruhigend.

Nun, Platz für eine Eiche hat leider nicht jeder bei sich zu Hause. Bei den entstehenden Wohnungen Am Modenapark 1-2 gibt es jedoch trotzdem reichlich Freiflächen zu jeder Wohnung, die mit schönen Pflanzen dekoriert werden können – Park-Feeling für zu Hause quasi. ☺

Bei der Pflanzenwahl sollte man jedoch auf einige Dinge, wie zum Beispiel die Ausrichtung des Balkons oder der Terrasse, achten. Nicht alle Blumen und Sträucher brauchen bzw. vertragen gleich viel Sonnenlicht. Manche fühlen sich im Schatten oder Halbschatten wohler. Auch der Wasserbedarf ist nicht für jedes Grün gleich hoch. Manche könnt ihr im Winter einfach draußen stehen lassen (winterhart), andere müsst ihr drinnen überwintern. Die meisten Pflanzen kann man schon „fertig“ im Topf kaufen, bei manchen kann man aber durchaus versuchen, sie selbst zu ziehen und ihnen beim keimen und wachsen zuzusehen. Vor allem dann, wenn ihr Kinder oder Hunde und Katzen habt, solltet ihr außerdem darauf achten, dass die ausgesuchten Blumen und Sträucher nicht giftig sind. Aber ansonsten ist es wohl reine Geschmackssache. Egal, ob im Topf auf dem Boden, auf einem Regal, auf dem Balkongeländer oder mit diversen ausgefallenen DIYs gestaltet – erlaubt ist, was gefällt.

Persönlich bin ich ein heimlicher Fan davon, wenn man ein bisschen eigenes Obst, Gemüse oder Kräuter anbaut. Wenn man sich um die Pflanzen kümmert, geben sie einem buchstäblich etwas zurück. Und das Gefühl, wenn man die erste selbstgezogene Frucht ernten kann, hat auch etwas für sich. Mal ganz davon abgesehen, dass es wohl kaum regionaler und frischer geht, als die selbst gepflückten oder geschnittenen Früchte direkt in der Küche zu verarbeiten.

© immocontent.at

An den unterschiedlichen Blüten können sich dann außerdem Bienen und andere Insekten bereichern. Ein kleiner Zusatz-Benefits, den man heutzutage auch nicht außer Acht lassen sollte. Vielleicht findet sich bei den neuen Nachbarn Platz für ein Insektenhotel?! – Das fände ich super!
Aber bitte keine Angst vor ungebetenen Gästen – ich sage nur Gelsen. Es gibt nämlich sogar Pflanzen – insbesondere Kräuter – die sehr gut duften und sich am Balkon super machen, von Mücken aber eher gemieden werden. Einer lauen Sommernacht im Freien steht also nichts mehr im Weg! ☺

Fit - mach mit!

Wer rastet, der rostet? Also ich bin ja von Haus aus nicht so streng. Ich lade nach dem Motto „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ jedermann jederzeit gerne zu einer kleinen Auszeit ein. Ist ja mein Job sozusagen.

Ja, man kann ein Schlaferl auf mir machen – oder zumindest ein Zeiterl hier verweilen und dem süßen Nichtstun frönen. Muss auch sein. Auftanken und sich dann wieder nützlich machen. Aber ich eigne mich durchaus auch als Fitness-Buddy! Vieles spricht bei dieser Witterung ja gegen stickige Mucki-Buden - und für effektives Outdoor-Training im Grünen.

Stark, schön und gesund dank gratis Fitness- Studio unter freiem Himmel? Da gibt es immer weniger gute Gründe, das Work-out auf die lange Bank zu schieben.

Eine bessere Ausgangslage kann man dafür kaum haben: Hier bezaubert nicht nur die Gegend rund um den historischen Modenapark selbst, auch das altehrwürdige Belvedere, der pulsierende Stadtpark und die grünen Ufer des Wienflusses sind nur einen Steinwurf entfernt.

Man findet dort allerorts eine Vielzahlt an Möglichkeiten für ein effektives Training. Wer die teils historischen Parkbänke mit einbezieht, hat gleich eine breite Palette an Alternativen. Das wird nicht fad! Und durchaus auch ohne großen Aufwand, Vorbereitungszeit oder Ausrüstung möglich. Einen Versuch ist es wert!

So ein Bankerl bietet sich nämlich durchaus als idealer Workout-Partner für alle großen Muskelgruppen an. Das eigene Körpergewicht und die Schwerkraft sorgen für den nötigen Trainingswiderstand, um den Bewegungsapparat ideal zu kräftigen. Ob Push-ups, Dips oder Rows, mit ein bisserl Kreativität nutzt man das Outdoor-Möbel für die eigene Fitness. Wer mag, der ergänzt die körperliche Ertüchtigung rund um mich und meine Kollegen mit Laufen und Biken.

Auf, auf und ab ins Freie – ran an den inneren Schweinehund! Ich halte hier die Stellung. Lauft bei mir.

Bankgeheimnis

Psssst… Ich hab´ da was aufgeschnappt! So ein Stadtmöbel im öffentlichen Raum dient ja nicht nur zum Sitzen und Verweilen für alle, die dem hektischen Alltagstrott einen kurzen Moment lang entfliehen möchten, sondern nicht selten als auch Dreh- und Angelpunkt für das gesamte Grätzl. Hier verliebt man sich, es wird gestritten und versöhnt und nicht selten platzen die Menschen mit ihren Neuigkeiten heraus. Und was soll ich sagen: Bei mir wird sogar in unzähligen Sprachen aus aller Welt getuschelt. Immerhin throne ich inmitten des noblen Botschaftsviertels …

Jedenfalls: Im neuen Projekt wird es einen virtuellen Hausmeister geben, heißt es. Der soll, so wie jener aus Fleisch und Blut, die gute Seele der Objekte sein. Auch Klatsch, Tratsch und die wichtigsten Infos sollen via App und Infoscreen in den fertigen Häusern gezeigt werden. Ein Schwarzes Brett fürs Stiegenhaus 2.0 sozusagen. Man soll die Feste ja bekanntlich feiern, wie sie fallen! Damit man ja nichts verpasst, bleibt man so stets auf dem Laufenden.

Die freundlich-lustige Omama, die alle paar Tage mit ihrem Enkerl eine kleine Rast bei mir einlegt, hat übrigens noch alles Wissenswerte an der Bassena erfahren, hat sie unlängst erzählt. Ich bin ja auch noch sehr jung, aber den Ausdruck für die allgemein zugängliche Wasserstelle am Gang alter Mietshäuser kennt heute nicht mehr jedes Kind. Schade eigentlich! Ich finde den Begriff „Bassena“ einfach zauberhaft - eine Kreuzung aus dem französischen Wort „bassin“(für Wasserbecken) und des bedeutungsgleichen italienischen „bacino“.

© immocontent.at

Als noch kaum jemand eine Leitung direkt und die eigenen vier Wände hatte, traf man sich hier mehrmals täglich. Die meist ausgesprochen hübsch anzusehenden Nassspender dienen heute noch in vielen Altbauten als Ziergegenstände und erinnern an eine Zeit vor Facebook & Co, als aus dem „Bassenatratsch“ flugs Freundschaften fürs Leben, aber auch Streit und Klagen - etwa wegen Ehrenbeleidigung - entstehen konnten. Das war manchmal fast wie Stille Post für die Großen! Meist ein harmloses Vergnügen – durchs Reden kommen eben die Leut zamm. Immer schon. Das ist kein Bankgeheimnis.

Alltagshürden

Ich habe euch doch letztens von meinen Stammgästen berichtet. Jemand, den ich da ganz vergessen habe, ist der nette Paketbote, der öfters bei mir Pause macht. Die schweren Pakete, die er immer zu schleppen hat, machen ihm zu schaffen. Aber wen wundert das, nachdem immer mehr online gekauft wird und die Dinge natürlich auch irgendwie den Weg zum Besitzer finden müssen. Schon klar – manchmal findet das schon heiß erwartete Packerl nicht den richtigen Briefkasten oder gilt sogar als verschollen, aber im Grunde sind wir doch alle froh, dass es jemanden gibt, der sich Tag für Tag mit unseren Dingen abschleppt.

Das Mühsamste – so hat das zumindest Peter, der Paketbote, berichtet – sei gar nicht das Ausliefern selbst, sondern, wenn die Empfänger nicht zu Hause sind. Wenn er die Pakete bringt, dann sieht er zumindest das Lächeln der Empfänger, die sich freuen, dass das neue, ersehnte Stück endlich da ist und sagen meistens noch Danke oder wünschen einem einen schönen Tag.

Ist niemand da und kein Nachbar will sich dem Packerl annehmen, wird das Ganze schon komplizierter. Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass Peter vier von fünf Zustellungen wieder mit nach unten genommen hat. Da braucht es schon ein bisschen Kondition.

Aber: In Zukunft hat Peter dann mehr Glück, denn das neue Haus am Modenapark (ihr wisst schon – dort wo gerade der Kran steht) wird anscheinend mit hausinternen Post Empfangsboxen ausgestattet. Kommt Peter dort an, kann er einfach den Empfänger über das ebenfalls interne Informations- und Kommunikationssystem anrufen und sogar videotelefonieren. Ist der nicht zu Hause, kommt das Packerl einfach in eine dieser Boxen. Kein unnötiges Schleppen mehr und das Hab und Gut ist sicher verstaut. Wenn das kein Fortschritt ist, weiß ich auch nicht. ☺

Und bis dahin freuen wir uns einfach, wenn uns jemand unser Paket bis zur Haustür bringt und sagen auch mal Danke.

POST EMPFANGSBOXEN

Stammgäste

Heute muss ich einmal ein Lob aussprechen. Als klassische Wiener Parkbank sollte ich eigentlich raunzen, nörgeln und schimpfen. Meine Stammgäste halten mir die Treue. Alles war früher besser. Mehr Leute sind gekommen. Sie sind länger dageblieben. Haben viel intellektuellere Gespräche geführt.

Zugegeben, das mache ich auch. Ab und zu. Aber dann auch mit Recht. Hinter mir haben sie einen Baukran aufgebaut. Das glaube ich, habe ich bereits beim letzten Mal erzählt. So langsam geht es mit den Bauarbeiten richtig los. Da ist ein Kommen und ein Gehen. Viel sehe ich ja nicht. Ich habe die Baustelle ja im Rücken. Nur einmal konnte ich einen kurzen Blick darauf erhaschen. Jugendliche hatten mich einmal in der Nacht einfach so umgedreht. So mir nichts, dir nichts einfach umgedreht. Aber. Es war Vollmond – fast würde ich sagen sternenklar – wenn man die Sterne aus der doch hellen Stadt auch sehen würde. Aber diese Lichtverschmutzung, aber auch Lichtsmog, Lichtverunreinigung, Lichtimmission oder Lichtglocke genannte Phänomen ist eine andere Geschichte. Ich klinge jetzt wohl ein wenig altklug. Aber mein Wissen kommt von Stephan. Der ist 17 und hat sich sitzend auf mir auf seine Physik-Entscheidungsprüfung vorbereitet. Die er übrigens bestanden hat. Mit Bravour. Das weiß ich wiederum von seiner Mutter, die es jedem erzählt hat, ob er es wissen wollte oder nicht. Hauptsache: Ferien gerettet. Alles gut.

Wie sie den Kran aufgestellt haben, hatte ich schon Befürchtungen, dass meine Stammgäste ausbleiben könnten. Staub, Lärm könnten sie abhalten. Aber – und darauf bin ich stolz – sie halten mir die Treue. Selbst wenn auf der Baustelle hinter mir alles unternommen wird um Staub und Lärm zu vermeiden. Geht nicht immer. Ist klar.

© immocontent.at

Also einem schönen Sommer steht nichts mehr im Wege. Ich freu mich schon auf die brennheißen Tage, wo die Sonne mein Holz so richtig aufheizt und man sich nur setzen kann, wenn man ein Handtuch auf die Sitzleisten platziert. Auf meinem aus Gusseisen gefertigten Gestell könnte man Spiegeleier braten. Hey – nicht einmal daran denken! Da tut dann ein Wolkenbruch so richtig gut. Die ersten Tropfen verdampfen dann mit einem leisen Zischen. Manchmal prasselt der Regen auch deutlich stärker auf mich herab. Da schützt mich auch die Baumkrone des Baumes, unter dem ich stehe, nicht. Bei leichtem Regen bleiben viele meiner Stammgäste einfach sitzen. Ist Regen angesagt, haben viele einen Regenschirm dabei. Sie genießen dann sichtlich die durch den Regen gereinigte Luft und den kühlen Wind. Was ich gar nicht leiden kann ist Hagel. Wie auch meine Stammgäste. Kaum fallen die ersten kirschgroßen Körner, stürmen sie schon weg. Aber halt. Ich muss jetzt wieder still sein. Das Ehepaar H. – mehr darf. bzw. will ich nicht verraten (Diskretion versteht sich für eine Parkbank von Welt von selbst) ist im Anmarsch. Das sind echte Wiener Originale. Die raunzen, nörgeln, schimpfen was das Zeug hält. Aber liebevoll. Nette Stammgäste eben.

Jung trifft alt. Das älteste und das jüngste Gebäude am Modena Park

Ganz ehrlich. Es ist einfach schön hier. Einige meiner Freundinnen müssen an stark befahrenen Straßen stehen. Noch dazu unbeachtet. Kaum jemand kommt vorbei und setzt sich hin, um sich in Ruhe umzusehen. Bei mir ist das anders. Gibt ja auch genug Gebäude rund um den Modenapark. So richtig alte Gemäuer - also solche, die schon mehr als 200 Jahre stehen - finden sich hier nicht, obwohl der Modenapark bereits so um 1700 als Ziergarten angelegt wurde. Herzstück war das Modenapalais, das aber 1916 abgerissen wurde.

Heute bilden die Häuser um den Modenapark eines der wenigen Ensembles nichtkommunaler Wohnbauten in Wien aus der Zeit der 1. und 2. Republik. Charakteristisch sind glatte Fronten, die durch Balkone und Erker gegliedert werden. Da gibt es richtige Kleinode zu entdecken. Gut. Nicht alle sind sofort von meinem Platz aus zu erkennen. Wer aber einen Rundgang um den Park macht, sollte unbedingt einen Blick in das Foyer und Stiegenhaus mit Keramikmosaik auf Nummer 3 werfen. Ein paar Schritte weiter auf Nummer 6 wartete ein Haus mit Reliefs und Marmorstiege auf. Nobel, nobel. Auf Nummer 7 findet sich ein von Rudolf Frass 1930/1931 errichtetes Miethaus mit – und jetzt werde ich tatsächlich ein wenig rot - überlebensgroßen Aktfiguren von Wilhelm Frass, seinem Bruder gefertigt. Diese kann man allerdings nur von der Neulinggasse aus betrachten, denn das Haus Nummer 7 ist ein Eckhaus, wobei verglaste Veranden bzw. Balkone mit filigran wirkenden Eisengeländern die Ecke die schlichten, dekorlosen Fassaden betonten und zugleich eine Verbindung der beiden Straßenfronten herstellen.

Das habe ich übrigens von zwei Architekturstudenten gelernt, die vor kurzem bei mir auf ein Plauscherl vorbeigeschaut haben. Übrigens: Rudolf war ein Schüler von Otto Wagner. Wie auch Friedrich Mahler, der 1930 das Haus auf Nummer 3 entworfen hatte. Aber es gibt noch mehr Promi-Bauten: Richard Horner, ein Schüler von Clemens Holzmeister, wirkte gemeinsam mit Wilhelm Kroupa beim Wohnhausbau der Gemeinde Wien dem Richard-Strauss-Hof auf Nummer 8-9 mit. Jetzt kommt in diese Wohlfühl-Oase mitten im 3. ein weiterer Prachtbau dazu. Geplant wurde er von Elmar Danner (F+P ARCHITEKTEN ZT GMBH) und Markus Kaplan (BWM Architekten und Partner ZT GmbH). Das Ziel der beiden Architekten war die Möglichkeit zu schaffen, mitten in der Stadt zu leben und dennoch das Grün der Natur genießen zu können. Das Haus besticht durch seine harmonische Architektur, seinen Komfort und eine sorgsame Ausstattung, die allen Ansprüchen qualitätsbewusster Bewohner gerecht wird. Zur Immobilie gehören auch Garagen, Fahrradabstellplätze und Kellerabteile. Wie ich gehört habe, werden diese demnächst bei mir vorbeischauen, da Sie interviewt werden. Bei mir. Auf der Parkbank. Ich freu mich. ☺

Der Modenapark - Wer wohnt eigentlich hier?

Sie werden es erahnen können. Als Parkbank erfährt man zwangsläufig so manches was sich im Bezirk tut. Ich kann einfach nicht weghören. Ich bin zugegeben auch zu neugierig. Vor allem im Sommer herrscht reger Verkehr. An manchen Tagen ist es ein Kommen und Gehen. Ich sag’s Ihnen. Da komm ich kaum zur Ruhe. Dass ich bei so manchem Telefonat gezwungen bin mitzuhören, ist klar. Aber: Diskretion ist Ehrensache. Bin ja nicht einfach eine x-beliebige Parkpark.

Besonders freue ich mich über Stammgäste, wie zum Beispiel – nennen wir sie Frau Erna. Sie lebt schon seit über 30 Jahren hier am Modenapark. Sie kommt jeden Tag zweimal mit ihrem Hund, ich glaub‘ er ist ein Schäfermischling, vorbei. Sie ist schon seit einigen Jahren in Pension und fährt mit ihrem Herbert, so ruft sie ihren Hund liebevoll, jeden Tag in den Prater zum Spazierengehen. Die schnelle Runde am Morgen und am Abend, die dreht sie im Modenapark und schaut bei mir vorbei. Wie auch das Studentenpärchen, das in einer WG gleich vis-à-vis wohnt. Die sind erst vor knapp zwei Jahren hierhergezogen. Die beiden studieren an der Kunstakademie. Na vielleicht kann ich einmal damit angeben, das bekannte Künstlerpaar schon in ihren Anfangsjahren begleitet zu haben. Ein Magnet ist auch der vor drei – oder sind es schon vier Jahre – neu gestaltete Kinderspielplatz. Ein Treffpunkt für die Kleinen, aber auch für deren Mütter. Seit kurzem hat sich Michael der Mütterrunde angeschlossen. Ein Vater, der in Karenz gegangen ist. Selten, aber es gibt sie. Auf den Punkt gebracht. Hier am Modenapark lebt eine bunte Mischung aus Jung und Alt. Vor allem in den letzten 10 Jahren sind immer mehr Junge in den Bezirk gekommen. Ich sehe immer mehr neue und vor allem interessante Gesichter.

Aber auch aus den Büros - Am Modenapark 10 residiert zum Beispiel eine Steuerberatungskanzlei, auf Nr. 5 ein Architekturbüro und auf Nr. 3 eine Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie - schauen regelmäßig Personen vorbei. In der Mittagspause oder aber kurz zwischendurch auf eine schnelle Zigarette - denn in welchen Büros darf heute noch geraucht werden. Ich selbst bin zwar Nichtraucherin, aber der Rauch stört mich kaum. Im Park geht immer ein kleines Lüfterl und sorgt damit für frischen Wind.

Frischen Wind wird auch das Neubauprojekt von JP Immobilien auf den Nummern 1-2 bringen. Im April haben die Bauarbeiten begonnen. Die Baugrube ist bereits ausgehoben. Garagen werden da reinkommen. 64 Wohnungen in der Größe von 23 bis 235 Quadratmeter sind noch zu haben. Das Haus wird sicher ein Hingucker. Vor kurzem konnte ich einen Blick auf ein paar Renderings werfen, die ein Mitarbeiter von JP Immobilien zu einem Termin mit einem Interessenten mitgebracht hatte. Wo sich diese getroffen haben, ist wahrscheinlich nicht schwer zu erraten. Bei mir. Der Parkbank im Modenapark.

Das Leben einer Herzogin

Letztens habe ich euch mehr zur Geschichte des Modenaparks erzählt – dabei stieß ich auf die Namensgeberin Maria Beatrice Ricciarda d’Este. Ich muss sagen, ich bin von ihr begeistert. Für damalige Verhältnisse hat diese Frau einiges geleistet. Deshalb möchte ich euch mehr von ihr erzählen.

Die Herzogin wurde am 7. April 1750 in Modena, einer Stadt in Norditalien, geboren. Weil ihr jüngerer Bruder bereits kurz nach seiner Geburt gestorben ist, wurde sie Alleinerbin des Hauses Este. Durch ihren Vater bekam sie die Herzogtümer Modena und Reggio, von Seiten der „Frau Mama“ das Herzogtum Massa und Carrara. Dies machte Maria Beatrice in der damaligen Zeit natürlich zu einer begehrten Frau. Kaiserin Maria Theresia von Österreich hatte stets vorteilhafte Partien für Bündnisse um das Haus Habsburg im Auge. Deshalb wurde ihr Sohn Erzherzog Ferdinand Karl am 15. Oktober 1771 mit der Erzherzogin d’Este verheiratet.
Mit ihren 21 Jahren hat Maria Beatrice die Linie Österreich-Este mitbegründet und wurde Teil der Habsburg-Familie. Sie brachte sage und schreibe neun Kinder zur Welt: Maria Theresia, Joseph Franz, Maria Leopoldine, Franz, Ferdinand Karl Josef, Maximilian Joseph, Maria Antonia, Karl Ambrosius und Maria Ludovika. Ich frage mich, ob es da manchmal zu Verwechslungen kam?! ☺

Nachdem sie die Herzogtümer mütterlicherseits verlor, musste sie doch tatsächlich auch noch die restlichen Ländereien an ihren ältesten Sohn abtreten. Das Wort Gleichberechtigung war in Sachen Thronfolge nicht besonders groß geschrieben, müsst ihr wissen. 1796 musste die Familie den Sitz in Mailand wegen Napoleons Einmarsch aufgeben. Daraufhin ließ sich die Herzogin d’Este – nach Zwischenstopps in Triest und Brünn – mit einem Teil der Kinder in Wr. Neustadt nieder. Ihr Mann lebte mit dem restlichen Nachwuchs im Schloss Belvedere.

Nach Napoleons Sturz im Jahr 1814 erhielt die Erzherzogin ihre Herrschaft über Massa und Carrara zurück. Wegen ihres Engagements war sie bei der Bevölkerung stets sehr beliebt. Maria Beatrice Ricciarda d’Este von Modena starb am 14. November 1829.

Außer dem Modenapark wurde 1862 ganz in der Nähe auch die Beatrixgasse im 3. Bezirk in Wien nach ihr benannt. Eine würdige Namensgeberin, wie ich finde.

Ein Stückchen Geschichte

Seit einiger Zeit lebe ich nun im Modenapark und musste feststellen, dass ich eigentlich gar nicht viel über mein Zuhause weiß. Deshalb habe ich mich ein bisschen genauer erkundigt. Habt ihr gewusst, dass der Modenapark bereits um das Jahr 1700 entstanden ist? 1697 ließ Franz Stockhammer, der kaiserliche Leibmedikus, ein Gartenschloss, das Modenapalais, errichten. Dies blieb bis 1786 im Besitz der Familie.

Den italienisch-mondänen Namen „Modena“ verdankt der Park der Erzherzogin
Maria Beatrix Ricciarda d ́Este von Modena (1750-1829), die die Anlage im Jahr 1806 kaufte und das Palais nach Plänen von Alois Pichl von 1806 bis 1810 umbauen lies. Die Erzherzogin war gemeinsam mit ihrem Mann Erzherzog Ferdinand Karl (Anton Joseph Johann Stanislaus), Sohn von Kaiserin Maria Theresia von Österreich, übrigens die Begründerin des Hauses Österreich-Este und somit quasi ein Teil der Habsburger Familie – diese Verhältnisse zu erklären, überlasse ich aber besser einem richtigen Historiker. ☺

Ganz schön viele Zahlen – aber ziemlich interessant.

Zurück zum Thema: Ursprünglich wurde der Modenapark also als Ziergarten angelegt, der seinerzeit zur Gartenanlage des Modenapalais gehörte und bis zur Strohgasse reichte. Heute ist er noch etwa 8.000 Quadratmeter groß – für alle die sich schon auf die Fußball-WM freuen: die Größe entspricht in etwa einem kleinen Fußballfeld. ☺

Im Jahr 1916 wurde das Palais abgerissen, der Park anschließend parzelliert und in eine öffentliche Anlage umgewandelt. Seinen „offiziellen“ Namen hat der Modenapark erst am 3. März 1926 erhalten.

© immocontent.at

In der Mitte des Parks steht die Skulpturengruppe, von der ich euch schon einmal erzählt habe. Sie wurde von Josef Müllner geschaffen und trägt den Titel „Knabe mit Panthern“ oder Scherzogruppe. Wie mir erklärt wurde, stand diese Skulptur bis 1948 im nicht weit entfernten Arenbergpark, bevor sie an ihren jetzigen Standort verlegt wurde.

Und noch ein letztes persönliches Highlight: Drei Bäume des Parks stehen unter Naturschutz.

Wie ihr seht: Mein Modenapark ist ein echtes Juwel der Geschichte und hat seinen Wert über die Zeit auf jeden Fall erhalten.

Ein feines Grätzel

Der 3. Wiener Gemeindebezirk hat schon seine Vorteile. Vor allem die Gegend rund um den Modenapark hat da ganz klar einige Pluspunkte vorzuweisen, von denen ich aus erster Hand sagen kann, dass sie die Lebensqualität für die Menschen in diesem Grätzel verbessern.

Denn mitten in der Stadt fehlt es trotzdem nicht am Grün. Man kann die Natur genießen und das nicht nur bei mir im Modenapark selbst (der natürlich der beste Park von allen ist), sondern auch im nahegelegenen Arenbergpark mit seinem Flakturm. Zwei wahre Wohlfühloasen im pulsierenden Stadtzentrum von Wien. Nördlich des Modenaparks liegt der etwas „glamourösere“ Stadtpark mit der Johann-Strauß-Statue und weiter westlich der Resselpark am Karlsplatz, wo man schon mehr vom Großstadt-Vibe aufsaugen kann.

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Trotzdem gibt es eindeutig mehr als nur Bäume zu bewundern. Im 3. Bezirk findet man prachtvolle Palais und Bürgerhäuser als auch schicke Neubauten. Viele Botschaften befinden sich in unmittelbarer Nähe. So machen von Zeit zu Zeit Diplomaten der benachbarten Botschaften eine Pause bei mir im Park. Eben ein feines Grätzel, welches nicht zu Unrecht Diplomatenviertel genannt wird. Architektonisch gefällt mir das Palais Hoyos besonders gut. Es lohnt sich kurz stehen zu bleiben und die Fassade hinaufzublicken.

© immocontent.at

Und auch die Kunst kommt nicht zu kurz. Wenn Besucher des Wiener Konzerthauses nach der Vorstellung durch den Modenapark schlendern und hin und wieder noch kurz eine Pause bei mir machen, schwärmen sie immer von den Darbietungen, die sie erleben durften.

Gut, dass auch die Infrastruktur rund um den Modenapark keine Wünsche offenlässt und man leicht von einem Fleck zum anderen kommt. Die Anbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel sind direkt am Park gelegen – so erreicht man mit der Buslinie 4A in nur fünf Minuten das Konzerthaus und anschließend den Karlsplatz. Dort besteht die Möglichkeit auf weitere Linien umzusteigen, beispielsweise die U-Bahn-Linien U1, U2 und U4 oder die Straßenbahnlinien 1, 2 und D. Noch näher liegt die U-Bahnstation im Stadtpark mit der gleichnamigen U4-Haltestelle.

Nun wisst ihr ja, wie ihr am besten zu mir in den Modenapark kommt. Überzeugt euch selbst von meinem Wiener Lieblingsgrätzel.

 
DIE PARKBANK IM MODENAPARK

© immocontent.at

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